Was bislang war und noch geplant ist

Musica Sacra
Theaterszene "Religionsfreiheit"
Verkündung "Marktrecht"
Theater & Co.
Filmdreh

Offizieller Auftakt der Aktionen zu dem Jubiläum „350 Jahre Neuwieder Freiheitsrechte“ war am 31. Mai, als im Rahmen des Kultursommers Rheinland-Pfalz das Festival Musica Sacra International in der Marktkirche gastierte. Musik aus verschiedenen Weltreligionen, Einblicke in fremde Kulturen, Begegnungen verschiedener Glaubensgemeinschaften – damit begeisterte Musica Sacra die zahlreichen Besucher.

Eine Stunde zuvor startete ebenfalls an der Marktkirche eine neunteilige Reihe: Einmal die Woche, in der Regel donnerstags, wurde bis Ende Juli an verschiedenen Orten der Innenstadt eines der neun Freiheitsrechte aus dem Privileg noch einmal symbolisch verkündet. Verbunden war dies mit Theaterszenen, die das Recht und seine Bedeutung für das heutige Neuwied veranschaulichten. Die Orte, an denen auch eine Fahne (der Freiheit) gehisst wurde, standen direkt oder symbolisch in Verbindung mit dem jeweiligen Privileg.

Abschluss dieser Reihe, die von Woche zu Woche immer größeres Interesse fand: das Verkünden des neunten Rechts im Hof des fürstlichen Schlosses mit Rahmenprogramm und Rückblick auf vorherige Theaterszenen am Donnerstag, 26. Juli, um 18 Uhr. Titel der Veranstaltung: die ganze Freiheit.

Neben den szenischen Darstellungen der Bedeutung von Freiheit damals und heute durch Thilo Moeck und das Ensemble „Theater&Co.“ produzierte die Firma newcut Kurzfilme, die ebenfalls das jeweilige Recht und seine Auswirkungen darstellen. Die Filme wurden zunächst am Schuhhaus Lahr, anschließend an der Tourist-Information auf dem Luisenplatz in der Neuwieder City gezeigt. Nach wie vor sind sie im Internet unter freiheit.neuwied.de zu sehen. Mittlerweile ist aus diesen Kurzfilmen auch ein „Gesamtwerk“ entstanden. Dieser Film mit dem Titel „Privileg Freiheit“ ist auf DVD zum Preis von 14,90 Euro in der Tourist-Information erhältlich.   

Gegen Jahresende stand schließlich das Thema Pressefreiheit im Mittelpunkt. So hielt der renommierte Journalist der Süddeutschen Zeitung, Professor Dr. Heribert Prantl, im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine ein leidenschaftliches Plädoyer für die Pressefreiheit. Außerdem erschien im Dezember im Rahmen der städtischen Schriftenreihe zur Geschichte und Gegenwart Neuwieds ein Buch der Historikerin Dr. Hildegard Brog über die außergewöhnliche Pressefreiheit im Neuwied des 18. Jahrhunderts.

Einige weitere Termine für die ersten Monate des neuen Jahres sind in der Planung. Sobald sie feststehen, werden sie auf dieser Seite veröffentlicht.